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Baufinanzierung · Stand Juli 2026

Immobilienkredit Vergleich: Zinsen sparen, Rate & Zinsbindung berechnen, Baufinanzierung sichern

Ein Immobilienkredit begleitet Sie oft 20 bis 30 Jahre. Kaum eine andere finanzielle Entscheidung wirkt derart nach: Schon 0,4 Prozentpunkte Unterschied beim Zinssatz kosten oder sparen bei 300.000 € Darlehenssumme über 14.000 Euro.

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Was kostet Ihr Immobilienkredit?

Monatsrate und Restschuld live berechnen

Monatliche Rate 1.493 €
Darlehenssumme320.000 €
Restschuld nach 10 J.243.101 €

Unverbindliche Beispielrechnung, kein Kreditangebot.

Bauzinsen 07/2026 5 J. ab 3,4 % 10 J. ab 3,5 % 15 J. ab 3,7 % 20 J. ab 3,9 % Zinsentwicklung ansehen →

Wer das Zinsniveau kennt, die Angebote mehrerer Banken vergleicht und die Höhe von Eigenkapital, Tilgung und Zinsbindung klug wählt, zahlt für die eigenen vier Wände deutlich weniger Geld. Hier finden Sie alles rund um das Thema Immobilienkredit: Rechner, aktuelle Zinstabellen, Beispielrechnungen und Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Grundlagen

Was ist ein Immobilienkredit?

Ein Immobilienkredit ist ein zweckgebundenes Darlehen, das ausschließlich für den Kauf oder Bau einer Immobilie sowie für deren Sanierung verwendet werden darf, etwa für ein Einfamilienhaus, eine Eigentumswohnung oder ein Grundstück. Der Immobilienkredit ist zweckgebunden: Die Bank lässt sich den Verwendungszweck nachweisen und trägt sich als Sicherheit mit einer Grundschuld ins Grundbuch ein.

Genau diese Absicherung macht das Immobiliendarlehen so günstig: Fällt der Kreditnehmer aus, kann die Bank die Immobilie verwerten. Ihr Risiko ist gering, und diesen Vorteil gibt sie in Form niedriger Zinsen weiter. Einen Kredit dieser Art erhalten Sie bei den meisten Banken ab etwa 50.000 €; nach oben ist die Höhe des Darlehens vor allem durch Ihr Einkommen und den Wert der Immobilie begrenzt. Immobiliendarlehen, Baukredit oder Hypothekendarlehen: Im Alltag meinen diese Begriffe dasselbe, nämlich die zweckgebundene Immobilienfinanzierung über eine Bank. Und im Kern gilt: Auch ein Immobilienkredit ist ein Kredit wie jeder andere, nur eben fest an das Objekt gebunden.

Kupferstich-Illustration eines Einfamilienhauses mit Bauplan-Raster, Symbol für den Immobilienkredit
Zweckgebunden und grundbuchlich besichert: der Immobilienkredit fürs Eigenheim.

Wie funktioniert ein Immobilienkredit?

Immobilienkredite sind in der Regel Annuitätendarlehen. Sie zahlen eine gleichbleibende monatliche Rate, die Annuität. Diese Rate besteht aus zwei Teilen: den Zinsen und der Tilgung, also der eigentlichen Rückzahlung. Mit jeder Zahlung sinkt die Restschuld. Der Zinsanteil wird dadurch kleiner, der Tilgungsanteil wächst automatisch, und Sie werden im Zeitverlauf immer schneller schuldenfrei.

Ein Beispiel: Für ein Darlehen über 320.000 € mit 3,6 % Sollzins und 2 % Anfangstilgung ergibt sich eine Rate in Höhe von 1.493 € im Monat. Nach zehnjähriger Sollzinsbindung sind rund 77.000 € getilgt, die Restschuld liegt bei etwa 243.000 €.

Den Zinssatz schreibt die Bank für eine feste Zeit fest, die sogenannte Sollzinsbindung; üblich sind 10, 15 oder 20 Jahre. Da ein Immobilienkredit innerhalb der ersten Zinsbindung selten vollständig zurückgezahlt ist, folgt am Ende der Zinsbindung eine Anschlussfinanzierung für die verbleibende Schuld, und zwar zu den dann gültigen Konditionen.

Konditionen · Juli 2026

Wie hoch sind die aktuellen Zinsen für einen Immobilienkredit?

Wo stehen die Zinsen aktuell? Die Zinsen für Immobilienkredite liegen im Juli 2026 je nach Sollzinsbindung und Beleihung zwischen rund 3,5 und 4,5 % effektiv. Sehr gute Bonität und ein Beleihungsauslauf von 60 % vorausgesetzt, erhalten Sie bei zehnjähriger Zinsfestschreibung Top-Zinssätze um 3,6 %.

Sollzinsbindung (Jahre)Effektiver Jahreszins*
5ca. 3,4 bis 4,0 %
10ca. 3,5 bis 4,1 %
15ca. 3,7 bis 4,3 %
20ca. 3,9 bis 4,5 %

*Stand: Juli 2026; Spannen je nach Bonität, Objekt und Beleihungsauslauf.

Die Höhe der Bauzinsen hängt nicht direkt vom Leitzins der EZB ab, sondern orientiert sich an der Rendite 10-jähriger Bundesanleihen und den Pfandbriefzinsen. Nach dem Anstieg im Frühjahr erwarten Marktbeobachter für 2026 eine Seitwärtsbewegung im Korridor von 3,3 bis 4,5 % für zehnjährige Finanzierungen. Den Markt „timen“ muss also niemand. Entscheidend ist, wie günstig die Zinsen für Ihren Immobilienkredit im Bankenvergleich ausfallen.

So erhalten Sie einen niedrigen Zinssatz

Welchen Zinssatz Sie persönlich erhalten, bestimmen vor allem drei Faktoren:

  1. Beleihungsauslauf: Je mehr Eigenkapital, desto niedriger der Anteil, den die Bank finanziert, und desto besser die Zinskonditionen. Zwischen 60 und 90 % Beleihung liegen oft 0,5 Prozentpunkte.
  2. Bonität und Einkommen: Ein sicheres Einkommen und eine saubere SCHUFA sind die Grundlage für günstige Zinsen; bei schwacher Kreditwürdigkeit müssen Sie mit höheren Zinsen rechnen.
  3. Zinsbindung und Tilgung: Eine lange Sollzinsbindung kostet einen kleinen Aufschlag auf den Zinssatz, eine hohe anfängliche Tilgung wird von vielen Banken mit einem Abschlag belohnt.

Rechner

Immobilienkredit berechnen: Monatsrate, Tilgung und Restschuld

Mit dem Rechner für Ihren Immobilienkredit berechnen Sie einfach online in zwei Minuten, welche monatliche Belastung auf Sie zukommt und wie hoch die Restschuld zum Ablauf der Sollzinsbindung ausfällt. So berechnen Banken die Höhe der monatlichen Rate:

Monatliche Rate = Darlehenssumme × (Sollzins + anfängliche Tilgung) ÷ 12

Die Höhe der anfänglichen Tilgung bestimmt dabei, wie schnell Sie schuldenfrei werden. Alle Werte lassen sich direkt hier online berechnen.

Drei Beispiele mit 3,6 % Sollzins und 2 % Anfangstilgung:

DarlehenssummeMonatsrateRestschuld nach 10 Jahren
200.000 €933 €ca. 152.000 €
320.000 €1.493 €ca. 243.000 €
400.000 €1.867 €ca. 304.000 €

Kalkulieren Sie ehrlich: Eine hohe Rate beschleunigt die Rückzahlung, darf aber Rücklagen für Instandhaltung und Unvorhergesehenes nicht auffressen. Umgekehrt verlängert eine zu niedrige Tilgung die Laufzeit erheblich. Mit nur 1 % Anfangstilgung zahlen Sie beim aktuellen Zinsniveau länger als 40 Jahre an Ihrem Kredit.

Wie viel Immobilienkredit kann ich mir leisten?

Die Regel für die Praxis: Die Rate für den Immobilienkredit sollte maximal 35 % des Haushaltsnettoeinkommens betragen; konservative Rechner setzen sogar nur 30 Prozent an. Banken rechnen in ihrer Haushaltsrechnung ähnlich: Sie stellen dem Einkommen alle laufenden Kosten gegenüber und prüfen, welche Belastung dauerhaft tragfähig ist. So bleibt der Traum vom Eigenheim auch dann bezahlbar, wenn einmal unerwartete Ausgaben dazwischenkommen.

HaushaltsnettoMaximale Rate (35 %)Mögliche Darlehenssumme*
2.500 €875 €ca. 188.000 €
3.000 €1.050 €ca. 225.000 €
4.000 €1.400 €ca. 300.000 €
5.000 €1.750 €ca. 375.000 €

*bei 3,6 % Sollzins und 2 % Anfangstilgung

Zur Kreditsumme kommt Ihr Erspartes; zusammen ergibt das Ihr Budget für Kaufpreis und Nebenkosten. Planen Sie außerdem die Bewirtschaftung der Immobilie ein: Als Eigentümer zahlen Sie Grundsteuer, Versicherungen und Rücklagen von 2 bis 4 € pro Quadratmeter und Monat zusätzlich zur monatlichen Kreditrate. Wer diese Kosten von Anfang an einrechnet, behält auch nach dem Einzug finanziellen Spielraum. Ob die Bank Ihre Rechnung genauso sieht, verrät der Finanzierungs-Check in zwei Minuten.

Eigenkapital

Wie viel Eigenkapital brauche ich beim Immobilienkredit?

Empfehlenswert sind die Kaufnebenkosten plus mindestens 15 Prozent des Kaufpreises aus eigenen Mitteln. Die Nebenkosten summieren sich auf 10 bis 12 % des Kaufpreises: Grunderwerbsteuer (3,5 bis 6,5 %), Notar und Grundbuch (rund 2 %), dazu gegebenenfalls Maklerprovision (bis 3,57 %). Bei 400.000 € Kaufsumme sind das schnell 46.000 Euro, die Banken in der Regel nicht mitfinanzieren.

Der Grund für die Empfehlung: Was Sie nicht selbst einbringen, ist Fremdkapital der Bank. Je mehr eigenes Geld Sie einsetzen, desto geringer ist das Risiko für den Kreditgeber und desto günstiger die Konditionen, die Sie erhalten.

BeleihungsauslaufBedeutungZinsniveau
bis 60 %über 40 % EigenkapitalTop-Konditionen
bis 80 %ca. 20 % Eigenkapital plus NebenkostenStandard
bis 100 %nur Nebenkosten aus eigener Taschespürbarer Aufschlag
über 100 %Vollfinanzierung inkl. Nebenkostenhoher Aufschlag, strenge Prüfung

Immobilienkredit ohne Eigenkapital: Finanzierung zu 100 oder 110 Prozent

Ein Immobilienkredit ohne Eigenkapital, die sogenannte 100- oder 110-%-Finanzierung, ist möglich, aber teuer: Für eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital verlangen Banken Aufschläge von 0,5 bis 1 Prozentpunkt und prüfen Einkommen und Objekt besonders streng. Sinnvoll ist das allenfalls für Kreditnehmer mit hohem, sicherem Einkommen und einer werthaltigen Immobilie in guter Lage.

Vergleich

Immobilienkredite richtig vergleichen: bessere Konditionen für Ihre Immobilie sichern

Unterschreiben Sie nie das erste Angebot der Hausbank. Die Angebote für Immobilienkredite unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter erheblich, denn jede Bank bewertet Objekt, Kreditwürdigkeit und Beleihung anders. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter liegen je nach Zinsbindung 0,4 bis 0,7 Prozentpunkte. Ein systematischer Vergleich von Angeboten zahlt sich also aus.

Was das ausmacht, zeigt eine Beispielrechnung mit konkreten Zahlen: Bei 300.000 € Darlehen, 15 Jahren Sollzinsbindung und 2 % Tilgung zahlen Sie mit 3,9 % Sollzins rund 143.000 Euro an Zinsen, mit 3,5 % nur etwa 129.000 €. Das sind gut 14.000 € Ersparnis über die Laufzeit. Der bessere Zinssatz senkt die Zinskosten des Immobilienkredits, die Rate und die Restschuld gleichermaßen.

Sie haben bereits ein Bankangebot vorliegen? Der Angebots-Check vergleicht Ihren Effektivzins in 60 Sekunden mit dem aktuellen Marktniveau und rechnet aus, wie viel Verhandlungsspielraum in Euro drin ist.

So vergleichen Sie Immobilienkredite richtig:

  • Effektiven Jahreszins vergleichen, nicht den Sollzins. Der effektive Jahreszins (Effektivzins) enthält die meisten Kreditkosten und ist die gesetzlich vorgeschriebene Vergleichsgröße.
  • Identische Eckdaten anfragen: gleiche Darlehenssumme, Zinsbindung und Tilgung, denn nur so sind die Angebote vergleichbar.
  • Flexibilität prüfen: Kostenlose Sondertilgungen (üblich sind 5 % pro Jahr) und ein Tilgungssatzwechsel passen den Kredit später an Ihre finanzielle Situation an.
  • Bereitstellungszinsen beachten: Gerade beim Bau zählt, wie viele Monate Vorlaufzeit die Bank zinsfrei einräumt.

Bank, Sparkasse oder Vermittler: Wo den Immobilienkredit abschließen?

Bei welcher Bank Sie den Immobilienkredit abschließen, sollte der Vergleich entscheiden: Vermittler wie Interhyp, Dr. Klein oder Baufi24 vergleichen die Angebote von 400 und mehr Kreditinstituten, von der Großbank über Sparkassen und Volksbanken bis zur Versicherung. Die persönliche Beratung ist für Sie kostenlos, denn der Vermittler erhält seine Provision von der Bank; die Konditionen sind dadurch in der Regel nicht schlechter, sondern häufig besser als beim Direktabschluss.

Über unsere kostenlose und unverbindliche Finanzierungsanfrage erhalten Sie ein maßgeschneidertes Angebot für den passenden Immobilienkredit, inklusive Vergleich der Konditionen führender Banken. Eine unabhängige Beratung hilft gerade Erstkäufern, teure Fehler zu vermeiden und sich günstige Konditionen zu sichern.

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Darlehensformen

Welche Arten von Immobilienkrediten gibt es?

Neben dem klassischen Annuitätendarlehen haben Banken weitere Darlehensformen im Angebot. Die wichtigsten Arten im Überblick:

Annuitätendarlehen

Der Standard mit gleichbleibender monatlicher Rate und fester Zinsbindung. Planungssicher und in den meisten Fällen die beste Wahl.

Volltilgerdarlehen: der Kredit ohne Anschlussfinanzierung

Der Kredit ist am Ende der Zinsbindung vollständig zurückgezahlt, es gibt keine Anschlussfinanzierung und kein Zinsrisiko. Dafür ist die monatliche Belastung höher: 320.000 € in 25 Jahren komplett zu tilgen kostet bei 3,6 % rund 1.619 € im Monat.

Endfälliges Darlehen

Sie zahlen während der Laufzeit nur die Zinsen, die Tilgung erfolgt komplett am Ende, etwa aus einer fälligen Lebensversicherung. Endfällige Darlehen sind meist teurer und eher etwas für Kapitalanleger.

Variables Darlehen

Der Zinssatz wird alle drei bis sechs Monate an den EURIBOR angepasst. Flexibel kündbar, aber ohne Zinssicherheit. Das ist nur für Zwischenfinanzierungen sinnvoll.

Bauspardarlehen

Kombination aus Bausparvertrag (Sparphase) und zinsgünstigem Darlehen der Bausparkasse; die Konditionen stehen schon beim Abschluss fest.

KfW-Förderkredit

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt zinsverbilligte Förderdarlehen, zum Beispiel bis zu 100.000 € aus dem Wohneigentumsprogramm (124) oder für klimafreundlichen Neubau und energetische Sanierung. Beantragt wird der KfW-Kredit über Ihre Bank; er lässt sich mit dem Hauptdarlehen kombinieren und senkt die Gesamtkosten der Immobilienfinanzierung.

Strategie

Sollzinsbindung wählen: 10, 15 oder 20 Jahre?

Wie lange Sie die Zinsen festschreiben sollten, hängt vom Zinsniveau, Ihrer finanziellen Lage und Ihrem Sicherheitsbedürfnis ab. Zur Orientierung: In Niedrigzinsphasen lohnt eine möglichst lange Sollzinsbindung von 15 bis 20 Jahren; bei hohem Zinsniveau halten sich Kreditnehmer mit kürzerer Bindung die Chance auf eine günstigere Anschlussfinanzierung offen.

Beim aktuellen, mittleren Niveau fahren die meisten Käufer mit 10 bis 15 Jahren gut. Der Aufschlag für die längere Variante liegt oft nur bei 0,1 bis 0,3 Prozentpunkten. Das ist ein fairer Preis für zusätzliche Planungssicherheit.

Gut zu wissen: Dank des Sonderkündigungsrechts nach § 489 BGB können Sie jeden Immobilienkredit zehn Jahre nach Vollauszahlung mit sechsmonatiger Frist kostenfrei kündigen, auch innerhalb einer längeren Zinsbindungsfrist. Eine lange Zinsfestschreibung schützt Sie also vor steigenden Zinsen, ohne Sie bei fallenden dauerhaft zu binden.

7 Tipps für einen günstigen Immobilienkredit

  1. Mehrere Angebote einholen: Vergleichen Sie mindestens drei Anbieter oder nutzen Sie einen Vermittler mit Zugriff auf Hunderte Institute. Der Vergleich ist der größte Zinshebel überhaupt.
  2. Eigenkapital gezielt einsetzen: Schon wenige Tausend Euro mehr können in die nächstbessere Beleihungsstufe führen und den Zinssatz spürbar senken.
  3. Anfangstilgung von 2 bis 3 % wählen: So zahlen Sie über die Laufzeit deutlich weniger Zinsen und sind schneller schuldenfrei.
  4. Sondertilgungen vereinbaren: Kostenlose Sondertilgungsrechte von 5 % pro Jahr sind Standard, ideal für Boni, Erbschaften oder Steuererstattungen. Die Wirkung zeigt der Sondertilgungs-Rechner.
  5. Förderung mitnehmen: Zinsverbilligte Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau und regionale Programme senken den Zinsaufwand der gesamten Finanzierung.
  6. Bereitstellungszinsfreie Zeit verhandeln: Beim Neubau sollten es möglichst 6 bis 12 Monate sein.
  7. Rate an die Lebensplanung anpassen: Ein Tilgungssatzwechsel kostet bei vielen Banken nichts und hält die Finanzierung flexibel, falls sich Ihre finanzielle Situation ändert.

Praxis

Welche Unterlagen brauche ich für einen Immobilienkredit?

Für die Kreditentscheidung verlangen Banken Unterlagen zu Ihrer Person und zur Immobilie. Wer alle Unterlagen vollständig einreicht, erhält die Zusage deutlich schneller, oft innerhalb weniger Tage. Die wichtigsten Dokumente im Überblick:

  • Zur Person: Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate, letzter Steuerbescheid, Nachweis über vorhandenes Kapital, Ausweiskopie; bei Selbstständigen die Jahresabschlüsse der letzten beiden Geschäftsjahre. Die SCHUFA-Auskunft holt die Bank selbst ein.
  • Zur Immobilie: Exposé, Grundbuchauszug, Flurkarte, Wohnflächenberechnung, bei Bestandsobjekten Fotos und Energieausweis, beim Bau zusätzlich Baugenehmigung und Kostenaufstellung.

Tipp: Die Checkliste Ihrer Bank oder Ihres Vermittlers sollten Sie frühzeitig anfordern und die Unterlagen möglichst gebündelt einreichen. Fehlende Dokumente sind der häufigste Grund für verzögerte Zusagen; im schlimmsten Fall platzt darüber der Kauf. Zum Abhaken und Ausdrucken: unsere interaktive Unterlagen-Checkliste.

Vorzeitige Rückzahlung des Immobilienkredits: Sondertilgungen und Vorfälligkeitsentschädigung

Innerhalb der Sollzinsbindung ist die vollständige vorzeitige Rückzahlung nur gegen eine Vorfälligkeitsentschädigung möglich: Die Bank lässt sich den entgangenen Zinsgewinn ersetzen, die Höhe erreicht schnell fünfstellige Beträge. Bevor Sie kündigen, muss die Bank die Vorfälligkeitsentschädigung berechnen und offenlegen. Zwei Ausnahmen: Sie verkaufen die Immobilie (dann muss die Bank das Darlehen gegen Entschädigung freigeben), oder die Zehnjahresfrist nach § 489 BGB ist erreicht. In diesem Fall kündigen Sie kostenfrei.

Planbare Flexibilität bieten vereinbarte Sondertilgungen: Damit führen Sie jährlich einen Teil des Kredits zusätzlich zurück, senken die Restschuld und zahlen den Immobilienkredit schneller zurück, ohne einen Cent Entschädigung. Welche Sondertilgungsrechte gelten, steht im Kreditvertrag. Was Ihnen die jährliche Extra-Zahlung konkret bringt, rechnet der Sondertilgungs-Rechner vor.

Anschlussfinanzierung: So geht es nach der Zinsbindung weiter

Endet die Zinsbindungsfrist, bleibt in den meisten Fällen eine Restschuld. Für sie brauchen Sie eine Anschlussfinanzierung, und drei Wege stehen offen:

  • Prolongation: Sie verlängern bei Ihrer bisherigen Bank. Bequem, aber selten zu den besten Konditionen. Vergleichen Sie das Angebot der Hausbank genauso kritisch wie beim Erstabschluss.
  • Umschuldung: Sie lösen den alten Vertrag durch einen neuen Immobilienkredit bei einem günstigeren Institut ab. Die Grundschuld wird übertragen; die Kosten von einigen Hundert Euro sind meist nach wenigen Monaten wieder eingespart. Sind die Zinsen in der Zwischenzeit gesunken, lohnt sich der Wechsel fast immer.
  • Forward-Darlehen: Bis zu 60 Monate im Voraus sichern Sie sich heutige Zinsen für später, gegen einen kleinen Aufschlag pro Monat Vorlaufzeit. Sinnvoll, wenn Sie steigende Zinsen erwarten.

Holen Sie spätestens 12 bis 36 Monate vor Ablauf der Zinsbindung die aktuellen Angebote für Immobilienkredite mehrerer Anbieter ein; bei Bedarf unterstützt Sie eine unabhängige Beratung. Wer den Markt früh beobachtet, kann Zinstiefs gezielt nutzen und über die gesamte Finanzierung noch einmal kräftig Zinsen sparen. Damit Sie den Zeitpunkt nicht verpassen, erinnert Sie unser kostenloser Anschluss-Wecker automatisch per E-Mail.

Immobilienfinanzierung: Immobilienkredit, Baufinanzierung oder Ratenkredit?

Baufinanzierung ist der Oberbegriff für die gesamte Finanzierung rund um den Kauf einer Immobilie. Sie kann neben dem Immobilienkredit auch Eigenkapital, KfW-Darlehen und Bausparverträge umfassen. Der Immobilienkredit (gleichbedeutend: Immobiliendarlehen) ist das grundpfandrechtlich besicherte Bankdarlehen darin. Ein Ratenkredit ist dagegen weder zweckgebunden noch über das Grundbuch besichert: Er eignet sich für kleinere Summen bis etwa 80.000 €, zum Beispiel für eine Modernisierung, allerdings zu deutlich höheren Zinsen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Immobilienkredit

Wie viel Immobilienkredit bekomme ich bei welchem Gehalt?

Banken finanzieren grob das 100- bis 110-Fache des monatlichen Haushaltsnettoeinkommens. Bei 3.000 € netto sind also 225.000 bis 330.000 € Darlehen realistisch, abhängig vom vorhandenen Kapital, laufenden Verpflichtungen und dem Wert der Immobilie. Verbindlich wird die Zahl erst mit der Haushaltsrechnung der Bank.

Wie hoch sind die Zinsen für einen Immobilienkredit aktuell?

Im Juli 2026 liegen die effektiven Jahreszinsen bei zehn Jahren Sollzinsbindung zwischen rund 3,5 und 4,1 Prozent; Top-Angebote liegen je nach Anbieter bei etwa 3,6 % (60 % Beleihung, sehr gute Bonität).

Welche Laufzeit hat ein Immobilienkredit?

Bis zur vollständigen Rückzahlung beträgt die Laufzeit je nach Höhe der Tilgung meist 25 bis 35 Jahre. Die Sollzinsbindung ist kürzer (üblich sind 10 bis 15 Jahre), danach folgt die Anschlussfinanzierung für die Restschuld.

Was passiert nach Ablauf der Zinsbindung?

Der verbleibende Betrag wird neu finanziert: per Prolongation, per Umschuldung zu einem günstigeren Anbieter oder vorab per Forward-Darlehen. Ohne aktive Entscheidung läuft das Darlehen mit variablem Zinssatz weiter. Das sollten Sie vermeiden.

Welche monatliche Rate ist sinnvoll?

Bewährt hat sich die 35-%-Regel: Kreditrate plus künftige Wohnnebenkosten sollten zusammen nicht mehr als gut ein Drittel des Nettoeinkommens ausmachen. Halten Sie zusätzlich eine Rücklage von drei Monatsgehältern auf dem Konto zurück.

Bekomme ich einen Immobilienkredit ohne Eigenkapital?

Ja, bei sehr guter Bonität finanzieren einige Banken 100 Prozent des Kaufpreises, vereinzelt auch die Nebenkosten. Sie zahlen dafür höhere Zinsen (0,5 bis 1 Prozentpunkt Aufschlag) und brauchen ein überdurchschnittliches, sicheres Einkommen.

Welche Nebenkosten kommen beim Immobilienkauf dazu?

Grunderwerbsteuer (3,5 bis 6,5 %), Notar und Grundbuch (rund 2 %) sowie gegebenenfalls Makler (bis 3,57 %), zusammen 10 bis 12 % des Kaufpreises. Diese Summe begleichen Sie am besten aus eigenen Rücklagen.

Ist der Immobilienkredit fürs Eigenheim steuerlich absetzbar?

Beim selbst genutzten Eigenheim nein. Vermieter können die Zinsen als Werbungskosten absetzen, die Tilgung nicht.

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Über diese Seite: Die Inhalte werden von der Redaktion von Immobilienkredit.de (Finanzriese GmbH, Berlin) recherchiert und laufend aktualisiert. Verantwortlich: Tobias Friedrich, Geschäftsführer der Finanzriese GmbH. Stand: 11. Juli 2026.

Quellen: Deutsche Bundesbank (MFI-Zinsstatistik) · KfW (Förderprogramme im Überblick) · § 489 BGB (gesetze-im-internet.de) · FMH-Finanzberatung (Bauzinsen-Vergleich)